Werwolf Doyle
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Wurde von [FA] Esequeel am 24.09.2005 um 20:35:45 Uhr erschaffen
Charakterbeschreibung
FORMULAE UETERES EXORSISMORUM ET EXCOMMUNICATIONUM
STRIGAS ET FICTOS LUPOS CREDERE
DAEMON PELLEM LUPINAM
IN TRUNCO QUODAM CAUAE
ARBORIS OCCULTANDUM
METAMORPHOSES LYCANTHROPIE
POSSUNT INQUAM

Von fernem dröhnte mir noch die Musik in meinen Ohren – es war wohl eine Art Hardcore Rhythmus mit stampfenden Trommeln unterlegt...
Meine Augen waren fest verschlossen und mein Körper spannte sich bis zur letzten Sehne, in mir brannte es und ich glaubte zu zerspringen. Mein Blut kochte förmlich und ich glaubte mein Kopf durchbricht eine massive Steinmauer... plötzlich Stille ...
Ich öffnete langsam und bedächtig meine Augen...
Ganz allein stand ich auf einem Bergkamm – es war nicht kalt – die Luft war klar und mein Blick schweifte weit in der Landschaft umher. Anscheinend war ich allein, denn ich sah niemanden, noch nicht mal ein Tier schien in meiner Nähe zu sein. Doch irgend etwas war anders geworden... ich war verändert ...
Ich sog die frische Luft durch meine Nase und öffnete meinen Mund. Die gewaltige Aggression, welche ich noch soeben gespürt hatte war vorbei, verflogen, wie ein böser Traum...
Doch war dies jetzt ein Traum? Ich stand aufrecht - spürte aber, daß dies nicht meine normale Haltung ist. Ich spürte meine Zähne und hielt inne, rasiermesserscharf waren sie, spitz und dolchartig, was war los?
Ich hatte keine Haut mehr, oder vielmehr ich hatte plötzlich ein Fell, doch keine Angst stieg in mir auf, vielmehr ein Gefühl der Freiheit - endlich frei! Ich war mir und meiner Umgebung bewußt und begann umherzulaufen. Der Bergkamm war lang und hoch und er schien in einer total menschenleeren Umgebung zu sein... Wo? Ich wußte es nicht und wollte es auch gar nicht wissen...
Ich lief schneller, schneller und schneller. Voller Kraft war ich und der Wind strich durch mein Fell, jetzt wußte ich, wie sich Wölfe in Freiheit fühlen. Doch gut war es das ich nicht auf Menschen traf, den mein Verstand wußte nur all zu gut was Menschen tun und was sie bereits alles getan haben. Ich wußte genau was ich machen würde, wenn ich sie träfe - ganz genau...
An einem Abhang stoppte ich, er fiel Hunderte von Metern steil ab und ich richtete mich zu meiner vollen Größe auf und ging zum Rand - nur wenige Geschöpfe auf Erden erlangen Erhabenheit und ich stand kurz davor. Der Einklang mit der Umgebung war stark und mein Bewußtsein war klar, ich wußte, an diesen Ort bist Du nur zurückgekehrt. Eine lange Reise, eine Reise über die Jahre, über Jahrzehnte. Doch dies war nicht das Ende, es war der Anfang einer Wandlung - endlich war ich da, ich war schon immer da, ich wußte es nur nicht...
Langsam senkte sich die Sonne und ein voller Mond begann schemenhaft am Horizont sichtbar zu werden - wenn der Mond sich rundet ist es soweit. Eine lange Zeit sah ich der Sonne nach wie sie versank und das Licht des Mondes wurde immer stärker. Ungehindert schien es mein Fell zu durchdringen und ich spürte wie jede meiner Zellen begierig das Mondlicht aufnahmen.
Doch es reichte nicht, etwas fehlte. Die Botschaft war eine andere und langsam erkannte ich ihren Sinn...

Ich schrak zusammen - da war etwas in der Ferne zu hören... wieder eine Musik und ich begann darauf zu zulaufen. Irgend etwas in mir sagte, daß dort sich eine weitere Antwort auf meine Fragen befindet. Ich kam der Musik näher und näher und konnte mittlerweile einordnen, daß es sich um eine ähnliche Musikart handelte, welche ich auch am Anfang bereits vernommen hatte.
Ich stand nun an einem Waldrand – der große Hang lag bereits weit hinter mir. Ich sog wieder und wieder die Luft ein und ein leichtes Beben lief durch meine Leftzen, da waren irgendwo Menschen, ich roch sie förmlich - ich roch ihr Blut, ihr Fleisch.
Ich steuerte geradewegs auf die Quelle der Musik zu und kam an den Rand einer Lichtung. Keine Menschen... aber da war doch etwas, etwas im Zentrum der Lichtung, ein Feuerstoß und. Zeitgleich bemerkte ich das sich die Musik weiter in meinem Kopf festzusetzen begann. Sie umschlang meine Gehirn wie Honig einen Löffel, zäh und klebrig, dennoch irgendwie faszinierend und mitreißend.
Jetzt war ich nahe genug dran an den am Feuer und erkannte mich selbst? Unsinn, ich sahen so aus wie ich mich fühlte, gesehen hatte ich mich selbst noch nicht.. Ich stutzte und versuchte zu begreifen was hier los war und da traf es mich wie ein Hammer. Ich geriet selbst in den Bann der Musik, ganz langsam begann ich mich zu drehen und wirbelte schließlich um das Feuer herum. Woher kam nur diese verdammte Musik? Wer machte diese eigenartigen und doch schönen Klänge? Der Rhythmus verstärkte sich und ich begann mich schneller zu drehen bis langsam die Welt aussah wie eine große Schlierenkugel. Schemenhaft nahm ich meine beiden Leidensgenossen wahr
Jetzt endlich erschienen am Waldrand weitere Schemen. Es waren Menschen, ich hatte mich vom Geruch her nicht getäuscht. Sie hatten Instrumente dabei, Trommeln, Rasseln und Klanghölzer die sie ständig schlugen. Ich war mir nicht sicher, ob diese der Ursprung der Musik waren, aber es fügte sich alles harmonisch ein.
Sie kamen näher, irgendwie beschlich mich ein eigenartiges Gefühl das hier etwas im Gange war. Ich war in jedem Fall nicht das Wesen, welches bestimmte wo es lang ging. Verdammt was ist denn nur los. Jetzt steigerte sich die Musik nochmals und ich hätte fast das Bewußtsein verloren. Irgendwie glaubte ich die Menschen sahen mich nur noch an, während sie fast wie wir in halber Trance die Instrumente schlugen.
Mit einem Donnerschlag viel der große Holzstoß neben mir in sich zusammen und eine gewaltige Funkenwolke stob auf zum Himmel. Die Musik hörte auf.
Ein dem Bruchteil einer Sekunde nahm ich einen gewaltigen Blitz wahr, der irgendwie zwischen mir oder in mir war und ein eigenartiges Gefühl überkam mich. Ich taumelte... was war bloß los hier?

Ich bekam mein Gleichgewicht zurück und stand mit geschlossenen Augen und noch ein wenig verkrampft an der Stelle wo ich noch soeben getanzt hatte. Plötzlich schoß es mir durch den Kopf, du bist ja umringt von Menschen. Panik beschlich mich und irgend etwas aggressives wallte in meinem tiefsten Innern auf. Ich öffnete die Augen ...
Ich war bereit ein Blutbad zu begehen - alles zu zerfleischen und jedem Menschen den Hals durchzubeißen - mich in Ihrem Blute zu wälzen und die Schmach zu tilgen... Schließlich hatten Sie mich irgendwie dazu bekommen für Sie zu tanzen.
Ich öffnete wild entschlossen die Augen und hob drohend meine krallenbewehrten Pfoten...
Meine Pfoten? Es war dunkel, ich sah nichts und ein feiner Mieselregen viel auf mich herab - ich war tatsächlich allein... Niemand war um mich herum, wo waren nur diese Menschen? Langsam glitt mein Blick über den Platz auf dem ich hier stand. Es war ein keltischer Opferplatz, vielleicht eine Grabstätte... So sicher war ich mir nicht, dennoch war die Anordnung der Anlage keltisch, denn ich interessierte mich seit langem für die Vor- und Frühgeschichte unseres Landes.... Plötzlich bemerkte ich noch etwas anderes...
Ich war nackt - verdammt, wo waren meine Klamotten. Ich stand hier inmitten einer keltischen Anlage irgendwo in Deutschland und hatte keine Kleidung... Ich sah mich um und da es wohl mitten in der Nacht war, hatte ich Glück - keine Besucher...
Ich setzte mich auf einen großen Findling in meiner Nähe und begann zu überlegen - was war mit mir geschehen, was war los hier und wie war ich eigentlich in dieser absurde Situation gekommen? War ich denn nun eine Mensch, der träumte ein Werwolf zu sein oder ein Werwolf, der gerade träumt er sei ein Mensch...
Die sommerlichen Abendtemperaturen machten mir das Problem meiner Kleiderlosigkeit einigermaßen erträglich und ich begann nachzudenken aber die Mücken umsurrten mich bereits und gierten nach meinem Blut... Nach einiger Zeit klärte sich mein Verstand und ich erinnerte mich, das ich selbst hierher gekommen war... Wo war also meine Kleidung? Ich begann die Umgebung abzusuchen... Hinter einem Nachbarfindling fand ich einen Kleidungshaufen - das mußte dann wohl meiner sein. Ein feuchter Kreis war um die Kleidung die im Sand lag zu sehen. Ich erinnerte mich an ein Ritual... schüttelte aber den Kopf. Da die Kleidungsstücke mir paßten, waren sie wohl meine Eigenen.
Ich stand auf und bemerkte in meiner linken Gesäßtasche ein kleines Päckchen, halb aufgerissen. Darin lagen ein paar getrocknete Pilze - meine Erinnerung kehrte zurück, ich lächelte...
Meine Herren, also alles nur Einbildung... erleichtert atmete ich auf und beschritt den Weg zum Parkplatz. Meine Erinnerung an das Erlebte verblaßte allmählich. Als ich fast am Parkplatz angekommen war und in meinen Kübel einsteigen wollte, hörte ich plötzlich wieder diese eigenartige Musik... Ich schüttelte meinen Kopf und startete das Auto... Der Motor meldete sich augenblicklich und der Lärm machte jedes andere Geräusch unhörbar...
Als ich wegfuhr und im Rückspiegel zurückblickte, glaubte ich noch kurz ein Aufflackern eines Feuerstoßes zu sehen, aber das war wohl nur Einbildung - als ich da war, war dort nichts... nur ein paar Mücken.
Ich beschloß der Sache auf den Grund zu gehen und dachte an eine baldige Rückkehr. Man, das war was - besser als jeder Discobesuch. Ich befühlte noch einmal kurz das Päckchen mit den getrockneten Pilzen und nahm mir vor beim nächsten Vollmond wieder hier zu sein. Dem Geheimnis war ich auf der Spur!
Ich war völlig locker und dachte bereits an ein kühles Bier, welches ich mir auf diesen Schrecken gleich in meiner Stammgaststätte genehmigen wollte. Als sich mir etwas auf meine Schultern legte, ein fauliger, warmer Atem kroch an meinem Genick entlang und ich zwang mich in den Rückspiegel zu sehen...

Ich hatte eine Scheißangst, mein Herz klopfte mir bis zum Hals und ich überlegte noch was ich heute nicht schon alles Sonderbares erlebt hatte... Nein, den Rückspiegel - da konnte ich nicht reinsehen, dann wäre meine Vermutung ja gleich Gewissheit geworden. Ich verdrehte ganz langsam meine Augen und schielte auf meine Schultern.
Als ich es sah, hatte ich sofort einen dicken Kloß im Hals. Den würgte ich erst einmal runter und schaute noch einmal auf meine rechte Schulter, dort lag eine Klauenhand mit echt scharfen Krallen, die dazu auch noch lang sowie spitz mit gelb-bräunlicher Farbe waren. Na klar, stark behaart war die Klaue zudem, ein schwarzes Fell, ganz struppig und borstig. Die Klaue bewegte sich leicht und Ihr Gewicht machte mir klar das Sie zu etwas noch viel Größerem und Schwererem hinter mir gehörte.
Da viel mir auf, daß die letzten 1-2 Minuten nichts passiert war, bis auf das ich jetzt eine tierische Angst hatte. Was will es denn von mir dachte ich und sprach dies auch sogleich aus: "Hey Du - Zeit genug zu töten hast du gehabt - was willst Du also von mir?"
Die Antwort kam blitzschnell, die Krallen bohrten sich in meine Schulter und ein wahnsinniger Schmerz durchzuckte meinen Körper. Blut begann aus den Wunden zu laufen und der warme Strom meines Lebenssaftes lief mir in mein Hemd und über meinen Oberkörper. Ich versuchte mich loszureissen, das leise Knurren war nun zu einem Kreischen geworden und ich merkte das ich nicht den Hauch einer Chance hatte diese Krallen in meiner Schulter loszuwerden. Da - ein Biß in meinen Hals - was für ein riesiger Kopf tauchte da an meiner Seite auf. Ich dachte, das war`s also und gleich verlierst du die Besinnung und landest als Vorspeise im Magen dieser Kreatur. Langsam wurde mir schwummerig und ich merkte diese Schmerzen gar nicht mehr. Da ließ die Kreatur von mir ab und mit letzter Kraft stieß ich die Fahrertür auf und viel hinaus.
Ich rollte auf den Boden und kam ein, zwei Meter neben dem Auto zum liegen. Etwas Blut war mir in die Augen gelaufen und im leichten und damit rötlichen Mondlicht sah ich Es aus dem Auto steigen. Mir wurde schlecht - eine drei Meter große Werwölfin richtete sich zu seiner vollen Größe auf und brüllte in die Nacht.Sie ließ sich ohne Vorwarnung vorne über fallen und wieder bohrten sich ihre Krallen in meine bereits arg lädierten Schultern. Jetzt war ihr Gesicht genau über meinem und ihr fauliger Atem nahm mir fast die Besinnung. Kurz dachte ich an einen kleinen Scherz und setzte ihn in die Tat um, sollte ich doch mit einem Witz auf seine Kosten aus der Welt scheiden. Leise röchelte ich: "Hey Wölfin, nimm ein Minz aus meiner Hosentasche, Dein Atem riecht ja entsetzlich."


Dies war vorerst das letzte was ich sagte, denn mir wurde schwarz vor Augen. Allerdings nahm ich noch kurzzeitig einen großen Schatten hinter der Werwölfin wahr, doch dies schien mir in meiner Lage eher als Belanglos, schließlich konzentrierte ich mich gerade darauf den Löffel abzugeben.
Als ich erwachte, war ich mit erst nicht sicher, ob ich noch am Leben war oder dies der übelste Alptraum meines Lebens war? Oder - war ich etwa Tod und wußte es nur nicht?
Am nächsten morgen erwachte ich aus meinem Delirium, alles war wie immer. Der fürchterliche Ton des Weckers ging mir wie jeden morgen auf die Nerven. Ich war total verwirrt, war dies nun ein Traum oder Wirklichkeit? Ich starte auf meine Hose wo die Pilztüte rausblinkte. Ich beschloss trotz allem auf die Arbeit zu gehen.
Auch dort war alles wie immer, ich goss mir Kaffe in meine Tasse und setzte mich hin, ich konnte es immer noch nicht fassen was ich geträumt hatte?
Plötzlich vernahm ich eine meinen Arbeitskollegen im Nebenzimmer, welche sich lautstark mit jemandem unterhielt, da ich die andere Person nicht hören konnte, schloß ich auf eine Unterhaltung per Telefon oder Handy. Ich konnte nicht viel von dem Telefonat verstehen, nur einige Wörter kamen deutlich durch die Tür, jedoch konnte ich mir auf sie keinen Reim machen. Es ging da um "Kampf" und die Unterbrechung eines "alten Rituals", um eine Person die, wie ich glaubte zu verstehen: "Shamanin" genannt wurde und noch mehrere eher geknurrte Laute als denn Worte.
Die Tür wurde aufgestoßen und vor mir stand mein Arbeitskollege mit 3 Tage Bart. Die Kleidung die er trug war schmutzig aber zweckmäßig für eingehende Waldexkursionen. Insgesamt machte er auf mich einen etwas genervten Eindruck. "Gut, du bist endlich wach, dann können wir ja mal langsam anfangen zu arbeiten". Ich hatte auf einmal ein merkwürdiges Gefühl in meiner Magengegend, irgendwas sagte mir das ich diesen Mann für meine Zukunft brachte. Ich verspürte ein verlangen ihn zu beissen.
"Ist ja niedlich, du hast keine Ahnung?" – sagte ich leicht ironisch und grinste ihn an. Kurz nachdem ich versehen konnte hatte ich ihn schon gebissen, das war nicht ich das war eine andere größere macht in mir. Ich trete mich um und lief nach Hause. Ich setzte mich auf mein Bett und fragt mich laut "Hey, du steckst mittendrin und weist von nichts?" Auf einmal stand wieder die Werwölfin vor mir. Ich war erschrocken, hatte angst, war noch verwirrter. Ich war wie gelähmt von ihrem anblick, kaum als ich mich versah stach sie mit einem langen Messer in meinen Bauch. Es stach. Langsam zog die sie das Messer aus meinem Oberkörper und ich erwartete eigentlich gleich ein paar häßliche Narben oder zumindestens einen tiefen Einstich. Doch nichts dergleichen war zu sehen. "Wundert dich das? Dann warte ab bis du alles weist. In jedem Fall bist du mir was schuldig!" Daraufhin stand sie auf. Etwas unsicher stand ich ebenfalls auf und sah das sie, ebenso wie ich etwa 190 cm. groß war, was mir auffiel war die seltsame Gürtelschnalle die sie trug, ein Wolfskopf mit aufgesperrtem Rachen und seltsam rot funkelnden Augen. "Eine solche Schnalle habe ich vor ein paar Tagen bei einem Trödelhändler gekauft. Wo sind eigentlich meine Klamotten? Und wer bist du eigentlich?"
"Hey - das ist meine Gürtelschnalle, Deine Klamotten liegen da drüben." Sie wies auf einen Stuhl in der Ecke. "Zumindestens bist du einigermaßen anständig gebaut und nicht so ein Würstchen. Ich bin übrigens Esequeel! Ich schlage vor du ziehst dich erst einmal an und dann unterhalten wir uns beim Frühstück!" Ich ging zum Stuhl, wo meine Klamotten in einem wilden Haufen lagen und tausend Fragen gingen mir durch den Kopf. Esequeel verließ das Zimmer und ich zog mich erst einmal an, obwohl ich immer noch das Gefühl hatte, als hätte mich ein Pferd getreten. Doch es ging, schließlich wollte ich kein Waschlappen sein, der wegen ein paar Schmerzen herumjaulte.
Ich ging durch die Tür und sah Esequeel am Küchentisch sitzen. Auf dem Tisch war alles für ein leckeres Frühstück vorbereitet, doch hatte ich irgendwie Probleme mich hier einfach hinzusetzen und zu essen, schließlich war ja einiges passiert." Stell dich nicht an, setz dich und iß was, ich erkläre dir dann alles in Ruhe" - so wies mir Esequeel den Platz ihr gegenüber zu. Ich setzte mich und nahm ein Brötchen, Butter und einen Klacks frisches Tartar. Plötzlich lief mir das Wasser im Mund zusammen und ich konnte förmlich noch das Blut in dem frisch durchgedrehten Fleisch riechen. Unwillkürlich verkrampften sich meine Hände und ich würgte ein wenig.
"Klasse, wie ich sehe hat es schon angefangen - dann viel Spaß und willkommen..." Ich biß in das Brötchen mit dem rohen Fleisch und wie ein elektrischer Schlag durchzuckte es mich. Gerade wollte ich zu einer klärenden Frage ansetzen, als Esequeel mich angrinste und sagte: "Na, das Tartar ist gut, oder - ist aber gar kein Tartar vom Rind. Na, was glaubst du was du da ißt..."
Ich wollte gerade entgegnen, was diese blöde Fragerei eigentlich sollte, als ich, wie in einem "Flashback", sah was ich da aß...


Blitzartig tauchte wieder die letzte Szenerie von gestern Abend vor meinen Augen auf: ich wurde ja angegriffen von etwas was ja wohl nicht existent sein konnte - dennoch es war real gewesen. Ich schob meine Zweifel beiseite und ließ die Bilder kommen - ja da war es wieder, die Werwölfin über mir und mein voraussichtlich letztes Stündlein... doch der gewaltige dunkle Schatten hinter ihr war wohl dann doch meine Rettung. Kurz bevor ich mein Bewußtsein verlor war da noch was - eine Klaue die die Wölfin über mir durchstieß und in den Krallen etwas hielt - das Herz eines Menschen- mir wurde übel...
"Das geht vorbei, übergib dich ruhig. Du solltest es jedoch essen, ist schließlich so etwas wie eine Trophäe - eine Kriegsbeute". Esequeel ließ es sich schmecken und biß schon in das nächste Brötchen mit dem "Sonder-tartar", als ich mich wieder fasste und ihr in die Augen blickte. Der Appetit war mir zwar noch nicht vergangen, viel dringlicher wurden aber langsam meine Fragen: "Wo war ich, wer war Esequeel " und letztendlich "Wo bin ich da reingeraten". Esequeel schien meine Fragen zu erraten und begann schließlich zu erzählen:
"Also, nicht das mich falsch verstehst, aber dein bisheriges Leben kannst du getrost vergessen, ob du es willst oder nicht. Du gehörst nun zu uns und wahrscheinlich hast du den Weg noch nicht einmal willentlich eingeschlagen, im Gegensatz zu einigen anderen von uns.
Ich konfrontiere dich am besten gleich mit der vollen Wahrheit, wenn du sie nicht schon erahnst. Hör` mir zu und rede mir nicht dazwischen:
Wir sind die letzten unserer Art - wir sind Werwölfe und gehören den Fallen Angels an - Clan und dazu auch noch gejagt von Vampieren. Wer uns da nachstellt erkläre ich dir später, den letzten haben wir ja gerade hier zum Frühstück... Also, du bist da durch eine Sache hineingerutscht, die ich noch nicht so ganz durchschaue - ich habe mir während deiner Bewußtlosigkeit einmal deine Gürtelschnalle angesehen, es ist die gleiche, welche ich besitze. Ich habe meine geerbt, von meinem Vater, und der wiederum von seinem Vater, der ebenso wie ich ein Werwolf war. Wir stammen aus einer Blutlinie ab, die schon immer den Fallen Angels – Clan angehörte. Du hingegen gehörst gar nicht dazu, dennoch bist du jetzt einer von uns, wahrscheinlich ist Deine Gürtelschnalle aufgeladen gewesen mit der magischen Kraft des "Varulfen" einer alten Schrift, ähnlich dem was du vielleicht als Bibel kennst. Es ist die heilige Schrift der Werwölfe, seit Jahrhunderten verschollen, wir müssen Sie wiedererlangen, denn nun ist klar, das diese Gürtelschnalle bei der heiligen Schrift war. Keine Macht sonst hätte dich zu einem von uns werden lassen. Du mußt mir alles erzählen, denn ich glaube du hast zusätzlich an dem Kultplatz noch einen Ritus vollzogen, von dem niemand etwas wissen kann. Mein Schicksal ist von nun an auch das Deinige.
Iß nun das Fleisch vor dir, sonst wird dein Körper Dir Schmerzen bereiten, die du bestimmt nicht aushalten kannst und dann legst du hier alles kurz und klein und ich habe das Nachsehen. Du mußt von nun an alle Deine Kraft deinem Clan zur Verfügung stellen und mit mir gemeinsam werden wir auch die zur Strecke bringen, die uns immer wieder versuchen zu jagen. Dein Feind ist von nun an der Stamm der Vampieren, ihr Anführer hat uns das Buch der „Varulfen“ vor jahrhunderten von Jahren gestohlen. die ähnlich wie wir einmal die wahre Kraft der Werwölfe im "Varulfen" angeheult haben, doch über die Jahrhunderte des Verschwindens der heiligen Schriftrolle sind sie einer viel schlimmeren Kraft anheim gefallen - Macht... Wenn Sie die heilige Schrift in die Hände gekommen, werden Sie eine Armee von Schattenwölfen erschaffen, dies wäre dann unser Ende".
Ich biß in Brötchen - und schluckte den ersten Bissen herunter. Plötzlich durchflutete es mich heiß und ich merkte wie die Kraft und das Wissen des gegnerischen Stamms auf mich übergingen. Mir wurde schwindlig und ich mußte mich an der Tischkante festhalten. Im leichten Delirium sagte ich zu: Esequeel "Man du glaubst doch nicht, das ich das alles einfach so schlucke und mein Leben aufgebe. Ich habe einen Job und ich habe Freunde, ich werde mich doch nicht damit abfinden von nun an eine Sagengestalt, eine Horrorfigur zu sein... ich...."
"Glaub es oder glaub es nicht" sagte Esequeel "du hast keine Alternative - wir sind der Beweis, du bist es selbst und du weist es auch! Das ein Normalsterblicher einmal zu uns gehören wird, hätte ich allerdings nie für möglich gehalten. Wir müssen dich erst einmal dem Clan zeigen - die werden es auch nicht glauben und du glaubst es schließlich ja auch nicht, irgendwie ein wenig witzig..."
Ich rieb meine Hände durch Gesicht, man das mußte ein Alptraum sein, was soll den das Ganze, ist ja lächerlich... OK, ich bleibe ruhig und gelassen, was soll`s.
"Wir beide sind jetzt so etwas wie Partner. Ich bin Esequeel und wie heißt Du? Ich heiße... halt, sag nichts. Dein wahrer Name muß unerkannt bleiben, von nun an heißt Du für alle Doyle. Präge Dir Deinen neuen Namen gut ein und nutze nur ihn, er schützt dich.
Neues Leben, neuer Name, neue Freunde, was sollte noch als nächstes kommen. Ich begann zu essen und mit Interesse verfolgte Esequeel, das ich das "Tartar" aß als wäre es Marmelade. Was soll`s fangen wir an, das neue Leben so zu nehmen wie es kommt. Vielleicht ist es doch nur ein Traum und Träume soll man schließlich genießen, oder?
Plötzlich schepperte irgend etwas im Keller, ich blickte auf und ich sprang auf, das Poltern unten wurde lauter und ein gefährliches Keuchen drang zu uns nach oben herauf, Esequeel sprang nun ebenfalls auf und bedeute mir von der Tür Abstand zu nehmen. Mit einem Ruck riss sie die Tür auf...

Ein Werwolf sprang heraus - blutige Leftzen und ein abgrundtiefes heulen schwang uns entgegen. Mit einem Satz saß der Werwolf dem Brustkorb vom Esequeel und riß ihr das T-Shirt vom Leib. Ich war gegen den Tisch geprallt und lag zwischen den Resten unseres Frühstücks. Ich konnte gar nicht schnell genug reagieren und begreifen was ich dort sah. Als plötzlich Esequeel lachte und dem Werwolf langsam zu sich hinab zog. Eine nicht ganz normale Szene, allerdings wenn ich bedenke, daß Werwölfe ohnehin nicht ganz normal sind, dann spielt es wohl auch keine Rolle.
Als Esequeel sich zu mir drehte und grinsend sagte: "Das ist unser Youngster – Carnimon Solaris - der macht immer so`n Spaß" ich glaubte erst nicht richtig hingehört zu haben. In sekundenschnelle schien sich der Werwolf zu verwandeln - in einen ca. 26Jahre alten durchschnittlichen Mann mit blondem Haar und leichter Körperbehaarung. Die beiden lagen wie verknäult aufeinander und entwirrten sich schnell. Als Esequeel ihm in die Rippen stieß und leicht knurrend meinte: "Carnimon Solaris - noch einmal so `ne Aktion und ich reiß dir dein Gehänge ab", lachend reichte Carnimon Solaris mir die Hand.
Statistik
Beute insgesamt: 61.014,56 Kilo Fleisch
Opfer gebissen (Link): 67
Kämpfe: 996
Siege: 107
Niederlagen: 888
Unentschieden: 1
Erbeutetes Gold: ~ 4.000,00 Gold
Verlorenes Gold: ~ 17.000,00 Gold
Trefferpunkte verteilt: 14879.18
Trefferpunkte eingesteckt: 172150.96
Die Eigenschaftswerte von Doyle:
Charakterlevel: Stufe 22
Stärke: (38)
Verteidigung: (36)
Gewandtheit: (34)
Ausdauer: (33)
Geschicklichkeit: (32)
Erfahrung: (2445|2420)
Die Urahnenstatistik von Doyle
Angetretene Prüfungen: 0
Bestandene Prüfungen: 0
Gescheiterte Prüfungen: 0
Wächter von Doyle
Hund
Wächterart: Hund
Wächtername: Hund
Angriff: (8)
Verteidigung: (10)
Ausdauer: (8)
Profildaten
Geschlecht: männlich
Alter: 31-40 Jahre
Wohnort: Deep in the Woods
ICQ-Nummer: ---
MSN Messenger: Hellhound@hotmail.de
Yahoo Messenger: ---
AIM-Name: ---
Jabber ID ---
Skype ID ---
Arena

Doyle hat noch keinen Arenarang erreicht.
Doyle hat bisher 7 Werwölfe erschaffen:
Carnimon Solaris Stufe 28 Beute 102214.42 Kilo Fleisch
SchwarzeTräne Stufe 24 Beute 73845.97 Kilo Fleisch
111952 Stufe 21 Beute 44013.13 Kilo Fleisch
StaticMind Stufe 13 Beute 18484.52 Kilo Fleisch
DonGucci Stufe 4 Beute 604.6 Kilo Fleisch
MiZzSpOoKiNeZz Stufe 1 Beute 0 Kilo Fleisch
Kor Stufe 1 Beute 0 Kilo Fleisch
 


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