Wurde von
Cerron am 28.06.2005 um 15:48:47 Uhr erschaffen
Über LillithduRossaire:
Name: Lillith du Rossaire
Clan: Tzimisce
Wesen: Manipulator
Verhalten: Helfer
Konzept: Künstler
Status: Ankilla
Generation: 9
Erzeuger: Viktor Valentine Van San
Stärke: xx
Wiederstand: xx
Charisma: xxxx
Manipulation: xxxx
Intuition: xx
Wahrnehmung: xxxx
Gewissen: xx
Menschlichkeit: xxxx
Selbstbeherschung: xxx
Willenskraft: xxxxxxxx
Mut: xxxxx
Generation: xxx
Status: xx
Disziplinen:
Auspex: xx
Verdunklung: xxx
Vorteile:
Essen & Trinken: x
Heiligkeit: xx
Nachteile:
Verzehrung: xxxxx
Dunkles Geheimnis: x
Pfad der Koldunischen Hexerei:
Der Weg des Feuers
1) Zerschmettern
2) Herbeirufung des geschmolzenen Felsens
3) Magmatore
4) Hitzewelle
5) Vulkan
Die Rituale der Koldunischen Hexerei
Rituale der ersten Stufe
1. Gastfreundschaft
2. Wiedererweckung des toten Wassers
Rituale der zweiten Stufe
Rituale der dritten Stufe
1. Niederen Dämon beschwören
Rituale der vierten Stufe
1. Die Bande,die Fesseln
Rituale der fünften Stufe
1. Das tiefste Verlangen
2. Höheren Dämon beschwören
Rituale der sechsten Stufe
Vozhd erschaffen
Sonstiges:
Mal was zur Aufklärung:
Die Tzimisce, früher die Tyrannen Osteuropas,
wurden aus ihren Gutshäusern im alten Land vertrieben
und gerieten in die Klauen des Sabbat.
Der Clan Tzimisce besitzt einen merkwürdigen Adel gepaart mit einer Bösartigkeit,
die das menschliche Begriffsvermögen übersteigt;
er führt den Sabbat in seiner Ablehnung alles Sterblichen.
Gewisse Apokryphen der Kainskinder behaupten die Tzimisce seien einst
der mächtigste Clan der Welt gewesen,
doch die Geschichte und andere Kainskinder hätten sich verschworen,
seine Mitglieder auf den gegenwärtigen Stand zurückzustutzen.
Mehr als alle anderen Vampire schwelgen die Tzimisce in ihrer Monstrosität.
Sie praktizieren eine Disziplin namens "Fleischformen",
die sie einsetzen, um ihre Feinde zu entstellen und sich selbst zu Wesen
von schrecklicher Schönheit zu formen.
Fleischformen
Diese Disziplin, die unter den Tzimisce verbreitet ist, ähnelt in mancher Hinsicht der des Gestaltwandels. Sie ermöglicht dem Vampir, die Gestalt und Zusammensetzung sowohl seines eigenen als auch anderer Körper zu verändern. Fleischformen ist eine seltsame Disziplin und ähnelt auf viele Weise eher einer Krankheit. Während der Vampir sie langsam zu beherrschen lernt, beginnt er sehr fremdartig zu denken und zu handeln. Diejenigen, die sie meistern, denken nicht mehr in menschlichen Begriffen, und ihre Ziele sind oft mysteriös und unverständlich, selbst für sie selbst. Manche Vampire, die große Macht in Fleischformen gewinnen, verlieren jedes Interesse an der materiellen Welt. Gerüchte sprechen von Tzimisce, die verschwunden sind und nie wieder gesehen wurden. Komischerweise werden jedoch andere keineswegs fremdartiger. Es scheint also kein Schema für die Auswirkung der Disziplin auf den Geist zu geben, wenn überhaupt eine existiert. All jene merkwürdigen Charakteristiken des Fleischformens bleiben ungeklärt. Wie diese Effekte gehandhabt werden, ist dem Erzähler vorbehalten.
Auspex
Diese Disziplin umfasst außersinnliche Wahrnehmungsfähigkeit, Empathie und Empfindungsvermögen. Wer diese Disziplin hat, neigt dazu, von Umweltphänomenen stark beeinflusst zu werden, besonders von Schönheit. Laute Geräusche können sehr störend sein. Fast alle Auspexkräfte bedürfen eines irgendwie gearteten Wahrnehmungswurfs, um festzulegen, wie viel erfahren und begriffen wird.
Staerke
Diese Disziplin erklärt die überlegene Kraft, die Vampire besitzen. Diese zusätzliche Körperkraft erlaubt echte Großtaten, die weit jenseits dessen liegen, was ein normaler Sterblicher tun könnte. Stärke erlaubt Vampiren, höher und weiter zu springen, größere Gewichte zu heben und Gegenständen und Wesen größeren Schaden zuzufügen, wenn sie sie stoßen oder schlagen.
Verdunklung
Kainskinder mit dieser Disziplin können sich in und vor der Menge hervorragend verbergen. Wenn sie nicht gesehen werden wollen, bemerken andere, besonders Sterbliche, sie selten, selbst wenn sie direkt vor einer Menschenmenge stehen. Diese Disziplin beeinflußt zwar den Geist anderer und macht ihre Anwender nicht wirklich unsichtbar, doch das Endergebnis ist im Grunde dasselbe - Kainskinder, die Verdunkelung anwenden, sieht man einfach nicht. Überwachungsgeräte spüren den Charakter jedoch völlig normal auf. Wenn der Vampir sich nicht mit Ansicht sehen läßt, kann er endlos verborgen bleiben. Mit höheren Werten kann ein Vampir vor den Augen der Umstehenden langsam verblassen, indem er einfach nicht mehr daran denkt, sichtbar zu bleiben. Auspex und Verdunkelung stehen gegeneinander. Wird Verdunkelung gegen ein Kainskind eingesetzt, dessen Auspexwert höher ist als der Verdunkelungswert des Charakters, kann dieser sich vor dem Suchenden nicht verbergen. Ist jedoch der Wert desjenigen, der sich versteckt, höher, läßt sich das Kainskind normal täuschen. Sterbliche haben zwar normalerweise nicht die Fähigkeit, festzustellen, wo sich Kainskinder mit dieser Disziplin befinden, aber der Erzähler kann festlegen, daß Besitzer psychischer Kräfte den Vampir direkt sehen können. Darüber hinaus können Kinder, besonders solche, die sich ihre eigene, einzigartige Sichtweise des Universums erhalten und die ihnen von ihren Eltern aufgedrängte Wirklichkeit noch nicht völlig angenommen haben, oft durch Verdunkelung sehen.
Etwas über den Namen Lillith:
Lilitu war eine sumerische und babylonische kindermordende und blutsaugende Sturmdämonin, Vorfahrin der Vampire und anderer Blutsauger, auch mit kannibalistischen (anthropophagen) Zügen. Ihr männliches Pendant hieß Lilu. Im Alten Testament (Jesaja 34,14) taucht ein ruinenbewohnendes »Nachtgespenst« auf, das in der lateinischen Übersetzung mit der Lamia identifiziert wird.
Im babylonischen Talmud wird dann die Dämonin Lilith beschrieben, mit langen Haaren und Flügeln, die Männer tötet, die allein in einem Haus schlafen. Nach einer bekannten jüdischen Sage war Lilith Adams erste Frau, wie er aus Staub erschaffen, also ihm gleichwertig. Sie verweigerte ihm die Unterordnung (sprich: das Unter-ihm-Liegen) und wurde dadurch zur Dämonin und Kindermörderin. Nach Überlieferungen des Talmud sollen sowohl Lilith wie auch Adam »nach ihrer Trennung mit Teufeln bzw. Teufelinnen Unzucht getrieben haben, Adam übrigens 130 Jahre lang, bis Gott ihm Eva schafft. Aus diesen Aktivitäten entstehen Schreckgeister und Dämonen aller Arten. Und die Schönste der Teufelinnen heißt Naëma, die mit ihrem Bruder Thubal-Cain aus Cains Seele gebildet wurde, und diese Naëma gilt als die eigentliche Mutter aller Buhlteufel.« (Hans Freimark: »Okkultismus und Sexualität«).
Besonders plastisch wird die Geschichte geschildert in dem »Alphabet des ben Sira« aus dem 9. oder 10. Jahrhundert, das im Mittelalter weite Verbreitung fand:
»Als Gott Adam erschuf, sagte er: Es ist nicht gut, daß der Mensch alleine sei. Daher erschuf er für ihn eine Gehilfin aus der gleichen Erde und nannte sie Lilith. Sobald sie geschaffen war, begann sie einen Streit und sagte: Weshalb sollte ich unten liegen? Ich bin ebenso viel wert wie du, wir sind beide aus Erde geschaffen. Als aber Lilith sah, daß sie Adam nicht überwältigen konnte, sprach sie den unaussprechlichen Gottesnamen aus und flog in die Luft. Adam betete und sagte: Herr der Welt. Die Frau, die du mir gegeben hast, ist von mir weggegangen. Darauf sandte Gott drei Engel, die sie zurückbringen sollten. Diese sagten zu ihr: Gott hat beschlossen: Wenn du zurückkehren willst, ist es gut. Wenn nicht, dann mußt du als Strafe auf dich nehmen, daß jeden Tag hundert Kinder von dir sterben. Die Engel suchten Lilith und fanden sie im reißenden Wasser, in demselben Wasser, in dem später die Ägypter ertrinken sollten. Sie meldeten ihr den göttlichen Befehl. Aber sie weigerte sich zurückzukehren. Da sagten sie zu ihr: Wir müssen dich in diesem Wasser ertränken. Aber sie bat und sagte: Laßt mich, denn ich bin dazu geschaffen worden, kleine Kinder zu verderben. Wenn es ein Knabe ist, werde ich acht Tage, wenn es ein Mädchen ist, werde ich zwanzig Tage Gewalt über das Kind haben. Als sie ihre Worte hörten, drängten sie noch mehr, daß sie ihnen gehorche. Da sagte sie: Ich schwöre euch im Namen des lebendigen und großen Gottes: Wenn ich eure Namen auf einem Amulett geschrieben sehen werde, dann werde ich das Kind nicht schädigen. Sie nahm es auch auf sich, daß jeden Tag hundert ihrer Kinder starben. Wenn wir jetzt diese Namen auf ein Amulett schreiben, dann erinnert sie sich dieses Schwures und das Kind ist gerettet. Die Namen der Engel sind: Sanvai, Sansanvai und Semangloph.« (zitiert nach Siegmund Hurwitz: »Lilith, die erste Eva«, Zürich 1980).
Lilith spielt spätestens seither in der jüdischen Magie eine wichtige Rolle wie auch in der Kabbalah und im Zohar. Sie erwürgt des Nachts Kinder (wenn Kinder im Schlaf lachen, spielt sie mit ihnen!), eignet sich als Succubus den männlichen Samen an, tötet die Männer oder macht sie krank. Im »Sefer Chassidim« (um 1200) sitzt sie als lauerndes Gespenst auf Bäumen, von deren Zweigen dann Blut tropft.
Lilith verkörpert sowohl männliche Ängste (Verweigerung gegenüber männlicher Dominanz, Bedrohung der Potenz) wie auch weibliche, etwa die vor der Aggression gegen das eigene Kind oder die vor Sexualität und der lebensbedrohenden Mutterschaft.
Heute ist Lilith eine zentrale Symbolfigur des jüdischen Feminismus. In der Literatur spielte sie in den letzten Jahrhunderten eine zunehmende Rolle, besonders in der Phantastik. Im Rollenspiel »Vampire« ist sie die Urmutter aller Vampire.